Es gibt mich noch.....
Nach über eineinhalb Monaten habe ich endlich einmal wieder die Zeit gefunden ein wenig von meinen Erfahrungen im Land der Elche und des Ahornsirups zu berichten und wie ihr euch denken konnt hat sich da einiges angehäuft. Fangen wir ganz langsam an....
Nachdem Daniel wieder gefahren war stand bei mir die Examsphase an und ich habe einen durchschnittlichen Lesemarathon von 12 Stunden pro Tag hingelegt und musste hin und wieder auch für meinen Linguistikkurs lernen. Das bedeutete seeeehr wenig Schlaf und kein Leben mehr. Ich war durschnittlich 3 Stunden die Woche außer Haus, was heißt, außerhalb meines Zimmer, was heißt außerhalb meines Sessels, in dem ich gelesen habe, oder weg vom Schreibtisch, an dem ich gelernt habe. Ich habe mich nur noch von Brot und Wurst ernährt und-----man glaubt es kaum-----mich ein wenig nach Käse gesdehnt, der hier sehr teuer ist. Dann kamen die ersten Klausuren und liefen mittelmäßig bis prächtig ab. Als krönenden Abschluss (meines Semesters!!!!) hatte ich dann am 19. Dezember eine Psychology of Language Klausur, die ich Schulter an Schulter mit etwa 100 (von 150) anderen Studenten (meinem Gefühl nach) völlig in den Sand gesetzt habe. Meinen früheren Ausführungen könnt ihr aber entnehmen, dass dies nicht auf mein Lernverhalten zurückzuführen war, oder vielleicht doch?? Kille, was sagst du dazu?
Am selben Tag kam der arme Daniel dazu und musste mich dann erstmal beruhigen. Ab dem 20. waren wir dann in völliger Vorweihnachtsstimmung, sollte es doch das erste Weihnachtsfest sein, welches ich mit meiner großen Liebe in völliger Zweisamkeit verbringen durfte. Wir haben uns einen kleinen Weihnachtsbaum angeschafft, ich hatte einen Adventskranz gebastelt und der Rest des Zimmers wurde mit Lichterketten und teurer Weihnachtsdeko von Daniels Mitbewohnerinnen verschönert. Außerdem hatte ich bereits vorgesorgt und für angemessene Feiertagsgaumenfreude gesorgt. Zum einen hatte ich auf einem deutschen Weihnachtsmarkt! in Kitchener Lebkuchenherzen und Dominosteine besorgt:



desweiteren hatte ich sieben Sorten Weinachtsplätzchen und eine Pralinen sorte gebacken/gefertigt??? um meinem Liebsten die Abwesenheit der Heimat und unserer Familien so schmerzlos wie möglich zu machen und so haben wir uns dann auch tagelang den Sinnesfreuden des Gaumens hingegeben und stundenlang faul im Bett gelgen und DVD geschaut....Ferien halt.
Dann kam Heiligabend! Tagsüber haben wir erst einmal bei einem Obdachlosendinner geholfen und später haben wir groß gekocht...Fleisch natürlich....und sind in eine deutsche Christmette gegangen. Natürlich wurde auch wieder musiziert und den großen deutschen Musikern bedacht, auch wenn man mein Flöte3nspiel nur schwerlich als solches identifizieren kann und um Mitternacht gabs die Bescherung. Andieser Stelle noch einmal tausend Dank an alle, die uns mit so vielen lieben Karten, e-mails, Geschenken, Briefen und Telefonaten dieses Weihnachtsfest verschönert haben.
Am Christmas day waren wir dann bei meiner kanadischen Freundib Lia eingeladen und haben einen weiteren Abend geschglemmt (dieses Mal jedoch passend zum Fest: Ente mit Rotkohl...) und musiziert und konnten lernen: die Kanadier feiren Weihnachten auch nicht anders als wir, auch wenn die Bescherung hier erst am Morgen des ersten Feiertages ist.



Dann war Weinachten auch schon wieder um und wir mussten umziehen um genügend Platz für Anna, Daniel und mich zuhaben, da Anna am 28. zu uns dazustoßen sollte. Aus diesem Grund bezogen wir gemeinsam das luxuriöse Townhouse mit vier Stockwerken meiner Cousine Tina, die direkt am Lake Ontario wohnt und machten uns mit Anna ein paar dekadent nette Tage.
Unter anderem haben wir uns in diesen Tagen ein Auto mit meinen Freunden aus Holland gemietet und sind zu den sagenhaften Niagarafällen gefahren. Anna trug erheblich dazu bei, dass wir einen möglichst günstigen Tarif für das auto bekommen. Merkt euch die Zauberformel: "cheapy, cheapy, please!"





Nach diesem Erlebnis besonderer Art stand auch schon der Sylvesterabend an. Da wir alle drei keine Unmengen an Geld ausgeben wollten um in einen vollgestopften Klub zu gehen, beschlossen wir bei meinem Lieblingschinesen fritierte Köstlichkeiten aus dem Meer zu essen und danach zu meinem holländischen Freund Bert aufzubrechen, bei dem wir ein wenig gefeiert und vorgeglüht haben, wobei ich kaum was getrunken habe, da ich mal wieder eine meiner Nebenhöhlenentzündungen mit mir rumschleppte.... Kurz vor Mitternacht zog es uns dann auf den Nathan Philipps Square auf dem ein großer Teil der Torontonier mit einem Riesenhaufen Touris zu mehr oder weniger erträglicher Lokalmusik auf den Countdown wartete. Hier verloren wir dann auch unsere Kaasmadels und zählten zu dritt ins neue Jahr. Das Feuerwerk war zwar sehr schön, aber reichlich unspektakulär, da zu kurz.... Wieder was gelernt: Streicht Paris und Toronto, aber auch NYC von euren Sylversterurlaubszielen (in New York gibt es zwar ganze 5 Minurten Feuerwerk, aber dafür auch etwa 6-15 Polizeikontrollen für jeden und nach 12 müsse4n aller binnen 30 min den Platz und downtown verlassen haben..... God bless America). Dann wurden wir Zeugen einer sehr kanadischen Szene. Während in NY etwa 3 Milliarden Polizeibeamten die Mengen terorisierten standen in Toronro tatsächlich alle 15 Polizeibeamten, die auf dem Platz waren zusammen und ließen sich von und mit Touris fotografieren...auch mit uns....fragt Anna nach den Fotos. Nachher mussten wir dann aber doch nach freundlicher Aufforderung unsere halbvolle Sektflasche hergeben. Nordamerika halt!
Am nächsten Tag verließ uns das Gnuli um sich auf seinen Trip in die Wüste Utahs vorzubereiten und noch bis heute frage ich mich, ob ich mich wohl sorgen muss, wenn mein Freund lieber in die Wüste geht um bei Mormonen zu leben und mit Skorpionen zu schlafen, als mit mir die Ferien ausklingen zu lassen. Ich schätzte das ist so ne Männersache..aber wie ich höre geht es ihm sehr gut und er amüsiert sich prächtig und hat bereitrs sämtliche Weihnachtsplätzchen abtrainiert.
Anna und ich sind dann auch wieder zu mir gezogen, haben uns noch ein wenig Toronto angeschaut und uns frisurenmäßig versucht!!!!! auf die Hochzeit meiner Cousine Olga vorzubereiten.










Am dritten Januar haben wir uns dann aufgemacht nach Quebec. Nach einer Nachtfahrt mit (zumindest für mich und meinen leidenden Schleimhäute) relativ wenig Schlaf) kamen wir ertsmal in Montreal an. Da Anna es noch nicht kannte, versuchten wir bei -8 Grad eine kleine Sightseeingtour mit vielen Zwischenstopps in Touriläden und Cafes zu machen.
So schlugen wir die Zeit ab 6.30 morgens um, bis uns um 14 Uhr Gott sei Dank, meine Cousine Pamela und ihr Mann Hubert zur Rettung kamen und uns in ihrem zugegeben eher kleinen, aber sehr bequemen Auto nach Quebec City fuhren. Dort sollten wir bei den beiden unterkommen und in den nächsten vier Tagen alles rund um die Hochzeit meiner heißgeliebten Cousine Olga zelebrieren. Wir wurden direkt mit französischen Köstlichkeiten bedacht, da Quebec die einzige französichsprachige Provinz Kanadas ist und mussten wieder unsere Sprache umstellen, was einem bei einem Misch von Deutsch, Persisch, englisch und Franz. schon sehr auf den Senkel gehen kann.




Am nächsten Abend gab es dann zunächst die persiche Zeremonie im engsten Kreis der Familie.





Am nächsten Tag war dann das sogenannte Wedding Rehearsal (die Probe in der Kirche) und das anschließende Rehearsal Dinner in Restaurant der kambodschanischen Freundin von Olga. Anna und ich hatten uns auf einen pikfeinen Laden eingestellten,. da meine Cousine und ihr Gatte Anwälte sind, aber stattdessen wurden wir von einem Riesenmenü überrrascht, welches im wahrsten Sinne des Wortes die Sinne betörte...





Am nächsten Morgen war es dann soweit. Meine Cousine sollte um 15.30 in der Basilika Notre-Dame de Quebec vom Bischoff!!!!???? getraut werden und Anna und ich gaben uns dem weiblichen Ritual der Kriegsbemalung und anderen Schönheitbehandlungen hin. Dann mussten wir mit unseren Kleidchen und Pumps bewaffnet durch ein wahrhaftiges Winterwonderland, welches in jedem anderen Kontext bezaubernd, aber an diesem Tag sxchlichtweg störend war. Ich sage nur: Schneeberge...





Aber es hat sich gelohnt, nach einer wunderschönen Trauung in der Kirche gab es einen kleinen Cocktail mit Appetizern im Foyer (unter anderem Kareibufleischpaté) und dann ging es in den Haupotsaal, der Teil der Basilika war und wir wurden nerst einmal mit einem köstlichen Menü empfangen. Unter anderem habe ich essbare Blumen, Wachteln (warum müssen 80 kleine Vögel getötet und entknocht werden, wenn man doch eine fette Kuh schlachten und massig Steaks zubereiten kann???), und Kleesalat gegessen. Ich könnte das jetzt stundenlang in allen Details ausführen, vor allem weil ich, wie ihr wisst ein hoffnungsloser Hochzeitsfan bin, aberr ich halte es mal kurz und gebe euch lieber etwas für die Sinne:















Dann ging es auch schon wieder heim und es hieß für Anna koffer packen, bzw. kaufen.... und für mich Abschied nehmen und es war dieses Mal besonders hart. Vier Wochen lamg hatte ich entweder Daniel oder Anna oder meine Familie aus Quebec um mich herum und jetzt war plötzlich alles wieder leer. Leer war dann auch ziemlich genau das Gefühl, dass ich hatte, als ich Anna ans Gate brachte. Sie durfte wieder nach Hause und meine Eltern sehen, mit meinen Freunden feiern und sogar in meine alles andere als geliebte Uni gehen und ich musste da bleiben und mich auf den kanadischen Winter freuen. Nach einem kurzen Anfall von Selbstmitleid fing ich mich wieder und als ich am nächsetn Morgen aufwachte scheinte die Sonne in mein leeres Zimmer und ich fand es toll endlich mal wieder allein zu sein.... So hat Besuch definitiv viele Vorteile, aber jedesmal, wenn ich wieder allein bin, kann ich mich voll und ganz auf das Ereignis Kanada einlassen.
Das zweite Semester hat begonnen, der WM Countdown auch und es liegen noch knappe sechs Monate vor mir. Der harte Winter, sollte er so schlimm sein, wie geschildert is yet to be und noch einmal heißt es alle Resourcen zusammennehmen und mit Energie durchs Semester, damit die anschließenden 2 Monate reisen auch doppelt guttun..... Neulich erst habe ich aber dann doch einen Eindruck von der schlimmsten Seite des kanadischen Winters bekommen. Ich war zu einem sleepover bei einer Freundin geladen und durfte in Frühlingsklamotten milde 17 Grad Celsius und strahlenden Sonnenschein erleben. Als ich am nächsten Tag gegen 3 mit ihr einen Spaziergang mit ihrem Hund machte, konnte ich es nicht glauben. Es waren plötzlich -23 Grad Celsius und Sahar hatte natürlich keine Wechselklamotten mitgenommen, denn wer rechnet schon mit einem Temperaturabsturz von 40 Grad????!!!!! Jetzt ist es also wieder so richtig schön kalt und windig und von Schnee ist Gott sei Dank keine Spur. Mit den richtigen Klamotten ertragen wir alle die Momentanen -20 bis -25 Grad ganz gut und hoffen auf März.....
Soviel von mir. Passt auf euch auf und zählt die Tage bis Juni......... Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland!
Sahar
Nach über eineinhalb Monaten habe ich endlich einmal wieder die Zeit gefunden ein wenig von meinen Erfahrungen im Land der Elche und des Ahornsirups zu berichten und wie ihr euch denken konnt hat sich da einiges angehäuft. Fangen wir ganz langsam an....
Nachdem Daniel wieder gefahren war stand bei mir die Examsphase an und ich habe einen durchschnittlichen Lesemarathon von 12 Stunden pro Tag hingelegt und musste hin und wieder auch für meinen Linguistikkurs lernen. Das bedeutete seeeehr wenig Schlaf und kein Leben mehr. Ich war durschnittlich 3 Stunden die Woche außer Haus, was heißt, außerhalb meines Zimmer, was heißt außerhalb meines Sessels, in dem ich gelesen habe, oder weg vom Schreibtisch, an dem ich gelernt habe. Ich habe mich nur noch von Brot und Wurst ernährt und-----man glaubt es kaum-----mich ein wenig nach Käse gesdehnt, der hier sehr teuer ist. Dann kamen die ersten Klausuren und liefen mittelmäßig bis prächtig ab. Als krönenden Abschluss (meines Semesters!!!!) hatte ich dann am 19. Dezember eine Psychology of Language Klausur, die ich Schulter an Schulter mit etwa 100 (von 150) anderen Studenten (meinem Gefühl nach) völlig in den Sand gesetzt habe. Meinen früheren Ausführungen könnt ihr aber entnehmen, dass dies nicht auf mein Lernverhalten zurückzuführen war, oder vielleicht doch?? Kille, was sagst du dazu?
Am selben Tag kam der arme Daniel dazu und musste mich dann erstmal beruhigen. Ab dem 20. waren wir dann in völliger Vorweihnachtsstimmung, sollte es doch das erste Weihnachtsfest sein, welches ich mit meiner großen Liebe in völliger Zweisamkeit verbringen durfte. Wir haben uns einen kleinen Weihnachtsbaum angeschafft, ich hatte einen Adventskranz gebastelt und der Rest des Zimmers wurde mit Lichterketten und teurer Weihnachtsdeko von Daniels Mitbewohnerinnen verschönert. Außerdem hatte ich bereits vorgesorgt und für angemessene Feiertagsgaumenfreude gesorgt. Zum einen hatte ich auf einem deutschen Weihnachtsmarkt! in Kitchener Lebkuchenherzen und Dominosteine besorgt:



desweiteren hatte ich sieben Sorten Weinachtsplätzchen und eine Pralinen sorte gebacken/gefertigt??? um meinem Liebsten die Abwesenheit der Heimat und unserer Familien so schmerzlos wie möglich zu machen und so haben wir uns dann auch tagelang den Sinnesfreuden des Gaumens hingegeben und stundenlang faul im Bett gelgen und DVD geschaut....Ferien halt.
Dann kam Heiligabend! Tagsüber haben wir erst einmal bei einem Obdachlosendinner geholfen und später haben wir groß gekocht...Fleisch natürlich....und sind in eine deutsche Christmette gegangen. Natürlich wurde auch wieder musiziert und den großen deutschen Musikern bedacht, auch wenn man mein Flöte3nspiel nur schwerlich als solches identifizieren kann und um Mitternacht gabs die Bescherung. Andieser Stelle noch einmal tausend Dank an alle, die uns mit so vielen lieben Karten, e-mails, Geschenken, Briefen und Telefonaten dieses Weihnachtsfest verschönert haben.
Am Christmas day waren wir dann bei meiner kanadischen Freundib Lia eingeladen und haben einen weiteren Abend geschglemmt (dieses Mal jedoch passend zum Fest: Ente mit Rotkohl...) und musiziert und konnten lernen: die Kanadier feiren Weihnachten auch nicht anders als wir, auch wenn die Bescherung hier erst am Morgen des ersten Feiertages ist.



Dann war Weinachten auch schon wieder um und wir mussten umziehen um genügend Platz für Anna, Daniel und mich zuhaben, da Anna am 28. zu uns dazustoßen sollte. Aus diesem Grund bezogen wir gemeinsam das luxuriöse Townhouse mit vier Stockwerken meiner Cousine Tina, die direkt am Lake Ontario wohnt und machten uns mit Anna ein paar dekadent nette Tage.
Unter anderem haben wir uns in diesen Tagen ein Auto mit meinen Freunden aus Holland gemietet und sind zu den sagenhaften Niagarafällen gefahren. Anna trug erheblich dazu bei, dass wir einen möglichst günstigen Tarif für das auto bekommen. Merkt euch die Zauberformel: "cheapy, cheapy, please!"





Nach diesem Erlebnis besonderer Art stand auch schon der Sylvesterabend an. Da wir alle drei keine Unmengen an Geld ausgeben wollten um in einen vollgestopften Klub zu gehen, beschlossen wir bei meinem Lieblingschinesen fritierte Köstlichkeiten aus dem Meer zu essen und danach zu meinem holländischen Freund Bert aufzubrechen, bei dem wir ein wenig gefeiert und vorgeglüht haben, wobei ich kaum was getrunken habe, da ich mal wieder eine meiner Nebenhöhlenentzündungen mit mir rumschleppte.... Kurz vor Mitternacht zog es uns dann auf den Nathan Philipps Square auf dem ein großer Teil der Torontonier mit einem Riesenhaufen Touris zu mehr oder weniger erträglicher Lokalmusik auf den Countdown wartete. Hier verloren wir dann auch unsere Kaasmadels und zählten zu dritt ins neue Jahr. Das Feuerwerk war zwar sehr schön, aber reichlich unspektakulär, da zu kurz.... Wieder was gelernt: Streicht Paris und Toronto, aber auch NYC von euren Sylversterurlaubszielen (in New York gibt es zwar ganze 5 Minurten Feuerwerk, aber dafür auch etwa 6-15 Polizeikontrollen für jeden und nach 12 müsse4n aller binnen 30 min den Platz und downtown verlassen haben..... God bless America). Dann wurden wir Zeugen einer sehr kanadischen Szene. Während in NY etwa 3 Milliarden Polizeibeamten die Mengen terorisierten standen in Toronro tatsächlich alle 15 Polizeibeamten, die auf dem Platz waren zusammen und ließen sich von und mit Touris fotografieren...auch mit uns....fragt Anna nach den Fotos. Nachher mussten wir dann aber doch nach freundlicher Aufforderung unsere halbvolle Sektflasche hergeben. Nordamerika halt!
Am nächsten Tag verließ uns das Gnuli um sich auf seinen Trip in die Wüste Utahs vorzubereiten und noch bis heute frage ich mich, ob ich mich wohl sorgen muss, wenn mein Freund lieber in die Wüste geht um bei Mormonen zu leben und mit Skorpionen zu schlafen, als mit mir die Ferien ausklingen zu lassen. Ich schätzte das ist so ne Männersache..aber wie ich höre geht es ihm sehr gut und er amüsiert sich prächtig und hat bereitrs sämtliche Weihnachtsplätzchen abtrainiert.
Anna und ich sind dann auch wieder zu mir gezogen, haben uns noch ein wenig Toronto angeschaut und uns frisurenmäßig versucht!!!!! auf die Hochzeit meiner Cousine Olga vorzubereiten.










Am dritten Januar haben wir uns dann aufgemacht nach Quebec. Nach einer Nachtfahrt mit (zumindest für mich und meinen leidenden Schleimhäute) relativ wenig Schlaf) kamen wir ertsmal in Montreal an. Da Anna es noch nicht kannte, versuchten wir bei -8 Grad eine kleine Sightseeingtour mit vielen Zwischenstopps in Touriläden und Cafes zu machen.
So schlugen wir die Zeit ab 6.30 morgens um, bis uns um 14 Uhr Gott sei Dank, meine Cousine Pamela und ihr Mann Hubert zur Rettung kamen und uns in ihrem zugegeben eher kleinen, aber sehr bequemen Auto nach Quebec City fuhren. Dort sollten wir bei den beiden unterkommen und in den nächsten vier Tagen alles rund um die Hochzeit meiner heißgeliebten Cousine Olga zelebrieren. Wir wurden direkt mit französischen Köstlichkeiten bedacht, da Quebec die einzige französichsprachige Provinz Kanadas ist und mussten wieder unsere Sprache umstellen, was einem bei einem Misch von Deutsch, Persisch, englisch und Franz. schon sehr auf den Senkel gehen kann.




Am nächsten Abend gab es dann zunächst die persiche Zeremonie im engsten Kreis der Familie.





Am nächsten Tag war dann das sogenannte Wedding Rehearsal (die Probe in der Kirche) und das anschließende Rehearsal Dinner in Restaurant der kambodschanischen Freundin von Olga. Anna und ich hatten uns auf einen pikfeinen Laden eingestellten,. da meine Cousine und ihr Gatte Anwälte sind, aber stattdessen wurden wir von einem Riesenmenü überrrascht, welches im wahrsten Sinne des Wortes die Sinne betörte...





Am nächsten Morgen war es dann soweit. Meine Cousine sollte um 15.30 in der Basilika Notre-Dame de Quebec vom Bischoff!!!!???? getraut werden und Anna und ich gaben uns dem weiblichen Ritual der Kriegsbemalung und anderen Schönheitbehandlungen hin. Dann mussten wir mit unseren Kleidchen und Pumps bewaffnet durch ein wahrhaftiges Winterwonderland, welches in jedem anderen Kontext bezaubernd, aber an diesem Tag sxchlichtweg störend war. Ich sage nur: Schneeberge...





Aber es hat sich gelohnt, nach einer wunderschönen Trauung in der Kirche gab es einen kleinen Cocktail mit Appetizern im Foyer (unter anderem Kareibufleischpaté) und dann ging es in den Haupotsaal, der Teil der Basilika war und wir wurden nerst einmal mit einem köstlichen Menü empfangen. Unter anderem habe ich essbare Blumen, Wachteln (warum müssen 80 kleine Vögel getötet und entknocht werden, wenn man doch eine fette Kuh schlachten und massig Steaks zubereiten kann???), und Kleesalat gegessen. Ich könnte das jetzt stundenlang in allen Details ausführen, vor allem weil ich, wie ihr wisst ein hoffnungsloser Hochzeitsfan bin, aberr ich halte es mal kurz und gebe euch lieber etwas für die Sinne:















Dann ging es auch schon wieder heim und es hieß für Anna koffer packen, bzw. kaufen.... und für mich Abschied nehmen und es war dieses Mal besonders hart. Vier Wochen lamg hatte ich entweder Daniel oder Anna oder meine Familie aus Quebec um mich herum und jetzt war plötzlich alles wieder leer. Leer war dann auch ziemlich genau das Gefühl, dass ich hatte, als ich Anna ans Gate brachte. Sie durfte wieder nach Hause und meine Eltern sehen, mit meinen Freunden feiern und sogar in meine alles andere als geliebte Uni gehen und ich musste da bleiben und mich auf den kanadischen Winter freuen. Nach einem kurzen Anfall von Selbstmitleid fing ich mich wieder und als ich am nächsetn Morgen aufwachte scheinte die Sonne in mein leeres Zimmer und ich fand es toll endlich mal wieder allein zu sein.... So hat Besuch definitiv viele Vorteile, aber jedesmal, wenn ich wieder allein bin, kann ich mich voll und ganz auf das Ereignis Kanada einlassen.
Das zweite Semester hat begonnen, der WM Countdown auch und es liegen noch knappe sechs Monate vor mir. Der harte Winter, sollte er so schlimm sein, wie geschildert is yet to be und noch einmal heißt es alle Resourcen zusammennehmen und mit Energie durchs Semester, damit die anschließenden 2 Monate reisen auch doppelt guttun..... Neulich erst habe ich aber dann doch einen Eindruck von der schlimmsten Seite des kanadischen Winters bekommen. Ich war zu einem sleepover bei einer Freundin geladen und durfte in Frühlingsklamotten milde 17 Grad Celsius und strahlenden Sonnenschein erleben. Als ich am nächsten Tag gegen 3 mit ihr einen Spaziergang mit ihrem Hund machte, konnte ich es nicht glauben. Es waren plötzlich -23 Grad Celsius und Sahar hatte natürlich keine Wechselklamotten mitgenommen, denn wer rechnet schon mit einem Temperaturabsturz von 40 Grad????!!!!! Jetzt ist es also wieder so richtig schön kalt und windig und von Schnee ist Gott sei Dank keine Spur. Mit den richtigen Klamotten ertragen wir alle die Momentanen -20 bis -25 Grad ganz gut und hoffen auf März.....
Soviel von mir. Passt auf euch auf und zählt die Tage bis Juni......... Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland!
Sahar

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