The final countdown...
Nachdem ich also am 13. April 2006 meine letzte Klausur geschrieben, mein letztes paper abgegeben und eine letzte Nacht in meiner chinesisch gehaltenen Wohnung verbracht hatte, zog ich mit all meinem Hab und Gut wieder zu meiner Cousine nach Etobicoke, wo ich das Jahr bereits begonnen hatte.
Direkt einen Tag später stand auch schon meine finale Nordamerikatour an, die ich zum größten Teil alleine absolvieren sollte, da alle meine Freunde entweder nmoch Klausuren schrieben, oder schon nach Hause geflogen waren. Da meine Eltern sich für die letzten zwei Wochen meines Aufenthaltes angekündigt hatten, musste dieser Zeitraum herhalten und ich fuhr all by myself...... was sich im Laufe meiner Reise als eine meiner besseren Entscheidungen herausstellte.
Mein erstes Ziel sollte ein letztes Mal Amherst werden. Schließlich sollte ich danach auf knappe 2 Monate Abschied von meinem Gnuli nehmen und beschloss ihn noch einmal zu besuchen. Wir verbrachten wie gewohnt vier sehrt schöne Tage, wobei ich dieses Mal in den Genuss kam in den Unterricht mitzugehen und die Universitäten einmal zu vergleichen. Am letzeten Tag fuhren wir dann noch mit Julia, seiner ehemaligen Mitbewohnerin nach Boston, wo Daniel sich ein Baseballspiel anschaute und übernachteten im wunderschönen Haus von Julias Eltern. Am nächsten Tag erkundeten wir dann Boston’s Strände und ich wurde im Anschluss an den Flughafen gefahren, meinem großen Abenteuer entgegen. Ich muss schon zugeben, dass mir zu dem Zeitpunkt auch ein wenig mulmig wurde, wenn ich daran denken musste, dass ich ganz alleine, ohne Stadtpläne und mit Riesenkoffer (ich besitze keinen Rucksack) in die weite Welt reise. Am Flughafen angekommen wurde es mir dann aber wieder viel wohler. Der lange Flug nach Seattle, meinem zweiten Reiseziel verging sehr angenehm und zu meiner Freude stellte sich heraus, dass sogar um kurz vor 1 noch ein Bus in die Stadt fuhr. Diesen nahm ich dann aucvh und fand sogar einen freundlichen Menschen, der mich bis in s Hostel brachte. Das Green Tortoise ist zwar etwas teurer, dafür aber sehrt zentreal, mit Frühstück und sehr chillig eingerichtet. In Seattle verbrachte ich 2 einhal sehr schöne Tage, in denen ich etwa 12 Stunden am Tag zurücklegte und ich war ganz begeistert. Die Stadt liegt direkt am Pazifik und ist umgeben von schneebedeckten Bergen. Die Sicht ist einfach atemberaubend, aber seht selber....















Am Nachmittag des dritten Tages fuhr ich dann mit einem Bus weiter nach Vancouver (British Columbia, Canada). Die Fahrt bot eine nicht weniger schöne Aussicht und erneut stellte ich fest, wie freundlich kanadische Grenzbeamte doch sein können. Das Wetter trug seinen großen Teil zu meiner guten Laune bei. Bei milden und sehr sonnigen 24 Grad schlägt einem gerade nach einem sehr windigen Winter das Herz höher und ich freute mich schon unendliche auf das vielgelobte Vancouver. Schon als ich in Kanada ankam wurde mir erzählt, dass es der Himmel auf Erden und Kanadas tollste Stadt sein sollte und ich war bereits so glücklich in Toronto, das Vancouver ja nur noch das Paradies werden konnte...
Als der Bus hielt konnte man noch nicht so einen großen Eindruck bekommen und ich musste sowieso noch meinen Koffer im Hostel ablegen und so beschloss ich, da es erst nhalb 5 war danach noch einen Erkundungsspaziergang zu machen. Doch bereits auf dem Weg zum Hostel fielen mir sehr viele abgefuckte Personen auf, die definitiv ein schwerwiegendes Drogenproblem zu haben schienen. Später wurde mir ertklärt, dass diese Personen alle auf Crystal Myth (?? Spelling?) sind, welches in Badewannen aus Waschmittel, Rattengift, Feuerzeugbezin und einem Bestandteil von Antihystaminen zusammengebraut wird....
Nachdem ich meine Sachen im Hostel verstaut hatte, ging ich doch noch einmal los, da ich mir sicher war einfach nur eine schlechte Strasse erwischt zu haben, doch auch nach etwa 8 weiteren Straßen wurde das Bild nicht besser. Im Gegenteil – je später es wurde, desto schlimmer das Bild. Ich suchte nun bereits seit 1 Stunde ein öffentliches Telefon, diese wurden jedoch sorgfältigst von Junkiehorden belagert, so dass ich etwa 10 Blocks laufen musste. Dann konnte ich endlich Daniel anrufen, aber helfen konnte der mir in dieser Situation natürlich auch nicht. Spätestens an diesem Punkt wurde mir klar, warum ich früher nie alleine gereist war. Also brachte ich mich – und es war erst halb sieben und noch total hell – eilig im Hostel in Sicherheit, wo ich zum Glück eine nette Österreicherin, die gerade ein Auslandsjahr in Calgary (Alberta, Canada) hinter sich hatte kennenlernte. Zwar schlief die am nächsten morgen noch lange weiter, so dass ich mich alleine aufmachte, dennoch unternahm ich am darauffolgenden Tag noch ein bisschen was mit ihr. Zusammenfassend ist Vancouvers Kulisse wunderschön, wenn auch meiner Meinung nach von zu vielen Condominiums (Hochhäuser) durchsetzt, jedoch können Ozean und Berge nicht das massive Drogenproblem verdecken. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viele Junkies in einer Stadt gesehen, die selbst bei helllichtem Tag alle Stadtteile in der Innenstadt durchziehen.
Irgendwann am zweiten Tag kam dann auch mein spanischer Mitbewohner Diego in Vancouver an und damit fing eine weitere Turbulenz an. Senor wollte natürlich ständig ausschlafen und Fußmarsch war ihm auch nicht so wirklich was. So kam es, dass wir in einem der schönsten Parks der Stadt dessen Rundmarsch etwa 8 Stunden gedauert hätte nur eineinhalb Stunden verbrachten, da der Herr dann müde wurde, jedoch gerne am selben Abend in eine Reggaedisco wollte und dort gerne übernachtet hätte... Nach einem weiteren teilweise anstrengenden und teilweise witzigen Tag fuhr ich schon einmal auf der Fähre vor nach Vancouver Island, da ich dort bei der Cousine meines Vaters leben sollte und Diego am Tag drauf in ein Hostel gehen sollte.




















Diese Planung war natürlich suboptimal, jedoch wollte die gute Frau weder ihn mit aufnehmen, noch mir gestatten in der „gefährlichen“ Innenstadt zu wohnen. Victoria, auf Vancouver Island, war wirklich schön, jedoch habe ich davon recht wenig gesehen, da ich in einem Vorort gelandet war und meine Gastgeberin gerne bis 14 Uhr schlief, Diego in der Stadt warten ließ und ansonsten stundenlang auf mich einredete. Hierzu muss man erklären, dass ich auf dieser Reise jeden Tag vor 8.00 aufgewacht bin, um möglichst viel zu sehen. So saß ich also jeden Tag rum und wartete mit schlechtem Gewissen gegenüber Diego, der im Hostel auf mich wartete, auf die gute Frau. Der Fairness halber muss man erwähnen, dass sie Diego und mir einige schöne Stellen mit dem Auto gezeigt hat, aber wir konnten es beide nicht abwarten, bis der letzte Tag kam, an dem wir uns ein Auto mieteten, da die obergluckenhafte Gastgeberin endlich arbeiten musste und über die Insel fuhren, dabei einige Nationalparks und Strände durchquerten und lernten diese Insel zu lieben. Eigentlich war der Plan diese Tour über zwei oder drei Tage zu machen, jedoch ließ mich meine Gastgeberin nicht gehen...

























Sagen wir einfach ich bin durch die Hölle gegangen und lasse weitere Details aus. Die sollte dann auch meine letzter Tag in Kanadas schönem Westen werden, was mich zwar derselben Tatsache wegen traurig stimmte, jedoch auch bedeuten sollte, dass ich frei von lästiger Verwandtschaft und anderen anstrengenden Urlaubsbegleitungen weiterreisen durfte. Ich war also wieder Herr meiner Zeit, meiner Freiheit und meiner Pläne, was zu Beginn der Reise ja ganz gut gelaufen war. Das stimmte mich sehr optimistisch, vor allem da ich nach 5 Jahren endlich wieder in eine der aufregendsten Städte der Welt reisen durfte. So machte ich mich auf den Weg zu einer sehr luxuriösen Fährfahrt von Victoria nach Seattle, von wo aus ich nach New York fliegen sollte. In Seattle musste ich dann meinen inzwischen sehr viel schwerer gewordenen KOFFER einige Blocks steil bergauf ziehen und kurz vor dem Ziel war ich so erschöpft, dass ich sogar bereit gewesen wäre für den letzten Block ein Taxi zur Bushaltestelle zu nehmen. Doch entgegen dem Eindruck den viele von euch von meiner Kondition und meinem Biss haben (und auch entgegen meines eigenen Eindruckes) biss ich mich auch dieses Mal wieder durch, erreichte den Bus fuhr zum Flughafen und flog umgeben von einer amerikanischen supersize Mummy und ihrem supersize Kind nach New York, wo ich am nächsten morgen um 7 Uhr landete. Am Flughafen versuchte ich den passenden Bus zum Hostel zu finden, welches sich, wie der Flughafen im Stadtteil Queens befinden sollte. Nur wer hätte gedacht das Queens so unendlich groß ist.... Etwa eineinhalb Stunden und einige Umsteigaktionen später durfte ich endlich aussteigen um dann noch einen halbe Stunde nach der Straße dces Hostels zu suchen. Als ich Straße und Hostel dann endlich gefunden hatte, wurde ich von einer Putzfrau reingelassen und gebeten „wait...moment“. Ich fasste das als ein „Können sie einen Moment warten auf“ und setzte mich und wartete. Dabei lernte ich Jasmin kennen, die sich noch als großer Segen rausstellen sollte. Jasmin war aus Berlin und hatte gerade eine große halbjährige Nach-Studium-Tour begonnen. Sie klärte mich dann auch auf, dass es sich nicht um die Empfangsdame sondern um eine Putzfrau handelte. Nach einer halben Stunde war noch immer nichts passiert und die Frau saß inzwischen bequem und tatanlos am Schreibtisch. Also sprach ich sie an, was sie natürlich nicht verstand. Mit „room...now“ und einigen Verrenkungen konnte ich ihr dann schließlich klarmachen, dass ich müde bin und sofort auf ein Zimmer möchte. Diesem Wunsch kam sie dann komischerweise auch sofort nach. Nach der ganzen Stresszeit in Victoria und dem Nachtflug, auf dem ich nicht geschlafen hatte, brauchte ich dringend etwas Ruhe. Also betrat ich mein Zimmer um 11.30 und stellte fest, dass noch eine Person aus dem Zimmer schlief. Ich verstaute meine Sachen so leise wie möglich und wollte mich gerade ins Bad schleichen, als mich der Kerl ansprach...... Das kam mir nun völlig ungelegen, weil ich in diesem Moment einfach nur schlafen und allein sein wollte, aber wie das in Hostels so ist musste ich mich zusammenreißen und so verwickelte mich der Kerl, dessen Namen ich nach zwei Tagen bereits wieder vergessen hatte in ein HALBSTÜNDIGES Gespräch... Er fragte ständig, was ich denn für den Tag plane und wollte partout nicht verstehen, dass ich noch gar keine Pläne hatte und erstmal schlafen und mir dann alles weitere überlegen wollte. Im ganzen Stress der Vortage hatte ich keine Nerven gehabt den Stadtführer u durchstöbern und so sagte ich irgendwann um ihn ruhigzustellen, dass ich vielleicht ins „Village“ (Greenwich Village) wollte. Das fand unser französicher Freund ganz hervorragend und beschloss mich zu begleiten. Ich versuchte ihm noch einmal klarzumachen, dass noch nichts klarstehe, da ich erstmal schlafen müsse. Daraufhin begann die Fragerei nach der Dauer meines Nickerchens, welches ich nun wirklich nicht beantworten wollte. Ich ging also ins Bad und legte mich danach schlafen. Nach einer knappen Stunde kam der Franzose wieder rein und unterhielt sich mit einer weiteren Person lautstark über „unseren“ anstehenden Ausflug. Danach passierte etwas, dessen Dreistigkeit mich heute noch nach Luft ringen lässt. Er versuchte mich, indem er mich schüttelte und ansprach, zu WECKEN. Nun weiß jeder der mich kennt, wie allergisch ich auf das Wecken an sich reagiere, aber selbst wenn man mich nicht kennt, so gebietet es doch der Anstand Fremde in Ruhe schlafen zu lassen und nicht ungebeten zu wecken. Ich stellte mich tot und war Gott sei Dank zu müde um ihn umzubringen. Dann war er weg...dachte ich... Alks ich einige Minuten später schlaftrunken aus dem Bett stieg war er direkt zur Stelle und stellte mir Marie meine andere Zimmermitbewohnerin vor. Wie sich rausstellte, hatte er bereits sie und Jasmin eingeladen zu unserem Event!!!! Also zog ich mich widerwillig an uind wir machten uns auf zum Village. Erfreulicherweise verstand ich mich direkt super mit Marie und Jasmin und als wir nach langem Spaziergang auch Ground Zero noch gesehen hatten zeigte uns Marie einen Billigladen in dem wir einkaufen wollten. Der Franzose hatte Gott sei Dank kein Bock auf Shopping (allerdings auch auf sonst nichts, denn er fand New York langweilig und wusste nicht wohin mit sich...) und so ließ er uns alleine.





Wir beschlossen im Anschluss noch was trinken zu gehen und begaben uns erst gegen elf Uhr nachts wieder nach Queens ins Hostel. Dort fanden wir dann Folgendes:





Das Hostel war evakuiert worden und wir durften nicht mehr dort bleiben. Mein erster Gedanke: Welcome to New York City! Also beschlossen wir rein zu gehen um weitere Infos über den weiteren Verlauf der Nacht zu bekommen. Drinnen, wo wir eigentlich gar nicht sein durften, fanden wir einen völlig entspannten Hostelbesitzer wieder, der uns erst einmal nicht antworten wollte. Warum? Völlig verständlicher Grund. Er hat gerade auf MSN gechattet......Selbsts, wenn man sonst ein ausgeglichenenr Mensch gewesen wäre, vergeht einem spätestens in so einer Situation das Verständnis, denn auch auf mehrfache Ansprache reagierte er nur mit einem „Hold on, I’m in the middle of something“. Danach erklärte er uns nur kurz und runtergeleiert, was er wohl schon 50 anderen erzählt hatte, dass das New York Red Cross das Hostel evakuiert hätte und sich um uns kümmern werde und dass es morgen um 11 bestimmt wieder bezugsfertig sei. Daran wollte natürlich keiner so recht glauben, denn man munkelte, dass es um die Feuerschutzbestimmungen ging und wie man das über Nacht wieder ändern soll, war uns allen schleierhaft. Dann schickte uns der Mann ohne Entschuldigung oder Geld zurück wieder raus auf die Strasse, wo es inzwischen schon empfindlich kalt war und wir warteten eine knappe Stunde bis das Red Cross kam. Die erklärten uns dann, dass wir schnell das Nötigste zusammen packen sollten und dann würde s für uns eine Nacht in ein anderes Motel gehen. Was allerdings danach mit uns geschehen sollte, sollten wir bitte am nächsten Tag im Büro des Roten Kreuzes erfragen. Man muss dazu erwähnen, dass ich nur 2 Nächte bleiben wollte und es mir gar nicht gefiel am nächsten Tag auf ein amt gehen zu müssen, statt mir die Stadt anzuschauen.... Die Odyssee ging weiter, als ich fragte ob ich damit rechnen kann morgen wieder ins Hostel zu können, da ich ansonsten mein ganzes Gepäck mitnehmen würde. Daraufhin lachte der junge Mann und sagte, dass in den nächsten Wochen hier keiner mehr wohnen werde..... Ich holte mein Zeug und während dessen sollten sich alle einen Zimmerpartner suchen, da es Doppelzimmer geben würde. Da ich natürlich zu spät kam, war nur noch ein fremder Junge übrig und alle anderen waren mit Freunden oder dem Partner in ein Zimmer gegangen. Super! Im Hotel stellte sich dann noch raus, dass alle – auch die Pärchen – Zimmer mit zwei Kingsize Betten bekommen hatten und wir beide uns ein Zimmer mit nur einem Kingsize Bett teilen sollten.... Inzwischen war es drei, ich war völlig übermüdet und für mich war klar, dass ich mir kein 1,40 Bett mit einem Fremden teile, wenn es noch etliche Doppelzimmer gibt. Der Hotelbesitzer wollte sich das aber nicht anhören und so rannte ich schnell noch einmal zu den beiden Rotes Kreuz Leuten und nach einer weiteren Stunde Hin und Her bekam ich ein Einzelzimmer. Ich kürze die Geschichte mal ab, da ich sonst vor Wut drei Seiten schreibe. Wir verbrachten 5 Stunden beim Roten Kreuz, obwohl draußen 27 Grad waren und wir perfektes New York Wetter gehabt hätten, dann fuhren wir abends mit tausend Komplikationen (da das neue Hotel nicht an der U-Bahn lag...) zum Hostel um den Typen nach unserem Geld zu fragen. Er weigerte sich uns irgendwas zurückzugeben, obwohl das Rote Kreuz unsere Hotelosten übernahm und nicht er. Damit verdiente er an zwei Nächten, in denen keiner im Hostel schlief. Seine Begründung: Er würde schon genug Einnahmen verlieren, da er jetzt für zwei Wochen schließen müsse. Das hatte allerdings mit uns nichts zu tun. Im Gegenteil! Wir mussten für seine Schlampereien bezahlen und hatten eineinhalb Tage unseres Urlaubes verloren... Das Rote Kreuz hatte uns allen Gott sei Dank noch eine zweite Nacht bezahlt, doch in New York waren zu der Zeit alle Hostels und Motels ausgebucht und die verfügbaren Zimmer fingen bei 60 Dollar an....Die anderen hatten es nicht ganz so leicht wie ich, denn ich fuhr nacvh zwei Nächten mit dem Nachtbus nach Toronto zurück. Marie, Jasmin und ich beschlossen auf Sightseeing zu verzichten, da unsere Nerven blank lagen und spazierten stattdessen im Central Park, aßen viel, tranken viel Starbuck’s Coffee und waren Shoppen (und sogar mir hat das Shoppen in dem Fall viel Spaß gemacht, obwohl ich sonst kein Fan von Endloseinkaufen bin).





In Toronto kamen dann auch bald meine Eltern zu Besuch und wir machten Extreme-Sightseeing, fuhren noch mal zu meiner Familie nach Quebec und besuchten Ottawa. Dann brachen, als meine Eltern schließlich mit der Hälfte meines Gepäcks abreisten, meine letzten vier Tage in Toronto an....

























Ich packte, ging noch mal ausgiebig in meine Lieblingsrestaurants essen , hatte einen ewigen goodbye Marathon und wurde am letzten abend von meiner Familie in ein Steakhouse ausgeführt und ging ein letztes Mal zu unserer Lieblingskaraokebar. Mein Abschiedslied sang ich mit meinem meiner sehr guten Freunde Richard (Australien): My Way. Dann fuhr ich heim, am nächsten morgen zum Flughafen und dann ging alles ganz schnell.










Ich hatte mich sehr auf zu Haus und alle Lieben gefreut und doch habe ich festgestellt, dass es sehr viel auf einmal war direkt wieder in den Arbeitsalltag rein zu springen, Monate keinen echten Wohn sitz gehabt zu haben und erst jetzt langsam zur Ruhe kommen zu können. Im Nachhinein war es ein wundervolles Jahr voller Erfahrungen, die einen oft bis ans Limit geführt haben, voller interessanter Menschen und toller Reisen. Außerdem habe ich einen Teil meiner Familie unglaublich gut kennen gelernt und dadurch auch ein Stück mehr über mich und meine Wurzeln (nichtkulturell, sondern genetisch) gelernt. Das war vielleicht sogar das größte Geschenk... Jetzt bleibt nur allen zu danken, die für mich da waren in diesem Jahr: Meine Familie in beiden Ländern, meine Freunde zu Hause und in Toronto, Daniel in Amherst. Danke für die Unterstützung und die Liebe. I know I’m blessed....
Nachdem ich also am 13. April 2006 meine letzte Klausur geschrieben, mein letztes paper abgegeben und eine letzte Nacht in meiner chinesisch gehaltenen Wohnung verbracht hatte, zog ich mit all meinem Hab und Gut wieder zu meiner Cousine nach Etobicoke, wo ich das Jahr bereits begonnen hatte.
Direkt einen Tag später stand auch schon meine finale Nordamerikatour an, die ich zum größten Teil alleine absolvieren sollte, da alle meine Freunde entweder nmoch Klausuren schrieben, oder schon nach Hause geflogen waren. Da meine Eltern sich für die letzten zwei Wochen meines Aufenthaltes angekündigt hatten, musste dieser Zeitraum herhalten und ich fuhr all by myself...... was sich im Laufe meiner Reise als eine meiner besseren Entscheidungen herausstellte.
Mein erstes Ziel sollte ein letztes Mal Amherst werden. Schließlich sollte ich danach auf knappe 2 Monate Abschied von meinem Gnuli nehmen und beschloss ihn noch einmal zu besuchen. Wir verbrachten wie gewohnt vier sehrt schöne Tage, wobei ich dieses Mal in den Genuss kam in den Unterricht mitzugehen und die Universitäten einmal zu vergleichen. Am letzeten Tag fuhren wir dann noch mit Julia, seiner ehemaligen Mitbewohnerin nach Boston, wo Daniel sich ein Baseballspiel anschaute und übernachteten im wunderschönen Haus von Julias Eltern. Am nächsten Tag erkundeten wir dann Boston’s Strände und ich wurde im Anschluss an den Flughafen gefahren, meinem großen Abenteuer entgegen. Ich muss schon zugeben, dass mir zu dem Zeitpunkt auch ein wenig mulmig wurde, wenn ich daran denken musste, dass ich ganz alleine, ohne Stadtpläne und mit Riesenkoffer (ich besitze keinen Rucksack) in die weite Welt reise. Am Flughafen angekommen wurde es mir dann aber wieder viel wohler. Der lange Flug nach Seattle, meinem zweiten Reiseziel verging sehr angenehm und zu meiner Freude stellte sich heraus, dass sogar um kurz vor 1 noch ein Bus in die Stadt fuhr. Diesen nahm ich dann aucvh und fand sogar einen freundlichen Menschen, der mich bis in s Hostel brachte. Das Green Tortoise ist zwar etwas teurer, dafür aber sehrt zentreal, mit Frühstück und sehr chillig eingerichtet. In Seattle verbrachte ich 2 einhal sehr schöne Tage, in denen ich etwa 12 Stunden am Tag zurücklegte und ich war ganz begeistert. Die Stadt liegt direkt am Pazifik und ist umgeben von schneebedeckten Bergen. Die Sicht ist einfach atemberaubend, aber seht selber....















Am Nachmittag des dritten Tages fuhr ich dann mit einem Bus weiter nach Vancouver (British Columbia, Canada). Die Fahrt bot eine nicht weniger schöne Aussicht und erneut stellte ich fest, wie freundlich kanadische Grenzbeamte doch sein können. Das Wetter trug seinen großen Teil zu meiner guten Laune bei. Bei milden und sehr sonnigen 24 Grad schlägt einem gerade nach einem sehr windigen Winter das Herz höher und ich freute mich schon unendliche auf das vielgelobte Vancouver. Schon als ich in Kanada ankam wurde mir erzählt, dass es der Himmel auf Erden und Kanadas tollste Stadt sein sollte und ich war bereits so glücklich in Toronto, das Vancouver ja nur noch das Paradies werden konnte...
Als der Bus hielt konnte man noch nicht so einen großen Eindruck bekommen und ich musste sowieso noch meinen Koffer im Hostel ablegen und so beschloss ich, da es erst nhalb 5 war danach noch einen Erkundungsspaziergang zu machen. Doch bereits auf dem Weg zum Hostel fielen mir sehr viele abgefuckte Personen auf, die definitiv ein schwerwiegendes Drogenproblem zu haben schienen. Später wurde mir ertklärt, dass diese Personen alle auf Crystal Myth (?? Spelling?) sind, welches in Badewannen aus Waschmittel, Rattengift, Feuerzeugbezin und einem Bestandteil von Antihystaminen zusammengebraut wird....
Nachdem ich meine Sachen im Hostel verstaut hatte, ging ich doch noch einmal los, da ich mir sicher war einfach nur eine schlechte Strasse erwischt zu haben, doch auch nach etwa 8 weiteren Straßen wurde das Bild nicht besser. Im Gegenteil – je später es wurde, desto schlimmer das Bild. Ich suchte nun bereits seit 1 Stunde ein öffentliches Telefon, diese wurden jedoch sorgfältigst von Junkiehorden belagert, so dass ich etwa 10 Blocks laufen musste. Dann konnte ich endlich Daniel anrufen, aber helfen konnte der mir in dieser Situation natürlich auch nicht. Spätestens an diesem Punkt wurde mir klar, warum ich früher nie alleine gereist war. Also brachte ich mich – und es war erst halb sieben und noch total hell – eilig im Hostel in Sicherheit, wo ich zum Glück eine nette Österreicherin, die gerade ein Auslandsjahr in Calgary (Alberta, Canada) hinter sich hatte kennenlernte. Zwar schlief die am nächsten morgen noch lange weiter, so dass ich mich alleine aufmachte, dennoch unternahm ich am darauffolgenden Tag noch ein bisschen was mit ihr. Zusammenfassend ist Vancouvers Kulisse wunderschön, wenn auch meiner Meinung nach von zu vielen Condominiums (Hochhäuser) durchsetzt, jedoch können Ozean und Berge nicht das massive Drogenproblem verdecken. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viele Junkies in einer Stadt gesehen, die selbst bei helllichtem Tag alle Stadtteile in der Innenstadt durchziehen.
Irgendwann am zweiten Tag kam dann auch mein spanischer Mitbewohner Diego in Vancouver an und damit fing eine weitere Turbulenz an. Senor wollte natürlich ständig ausschlafen und Fußmarsch war ihm auch nicht so wirklich was. So kam es, dass wir in einem der schönsten Parks der Stadt dessen Rundmarsch etwa 8 Stunden gedauert hätte nur eineinhalb Stunden verbrachten, da der Herr dann müde wurde, jedoch gerne am selben Abend in eine Reggaedisco wollte und dort gerne übernachtet hätte... Nach einem weiteren teilweise anstrengenden und teilweise witzigen Tag fuhr ich schon einmal auf der Fähre vor nach Vancouver Island, da ich dort bei der Cousine meines Vaters leben sollte und Diego am Tag drauf in ein Hostel gehen sollte.




















Diese Planung war natürlich suboptimal, jedoch wollte die gute Frau weder ihn mit aufnehmen, noch mir gestatten in der „gefährlichen“ Innenstadt zu wohnen. Victoria, auf Vancouver Island, war wirklich schön, jedoch habe ich davon recht wenig gesehen, da ich in einem Vorort gelandet war und meine Gastgeberin gerne bis 14 Uhr schlief, Diego in der Stadt warten ließ und ansonsten stundenlang auf mich einredete. Hierzu muss man erklären, dass ich auf dieser Reise jeden Tag vor 8.00 aufgewacht bin, um möglichst viel zu sehen. So saß ich also jeden Tag rum und wartete mit schlechtem Gewissen gegenüber Diego, der im Hostel auf mich wartete, auf die gute Frau. Der Fairness halber muss man erwähnen, dass sie Diego und mir einige schöne Stellen mit dem Auto gezeigt hat, aber wir konnten es beide nicht abwarten, bis der letzte Tag kam, an dem wir uns ein Auto mieteten, da die obergluckenhafte Gastgeberin endlich arbeiten musste und über die Insel fuhren, dabei einige Nationalparks und Strände durchquerten und lernten diese Insel zu lieben. Eigentlich war der Plan diese Tour über zwei oder drei Tage zu machen, jedoch ließ mich meine Gastgeberin nicht gehen...

























Sagen wir einfach ich bin durch die Hölle gegangen und lasse weitere Details aus. Die sollte dann auch meine letzter Tag in Kanadas schönem Westen werden, was mich zwar derselben Tatsache wegen traurig stimmte, jedoch auch bedeuten sollte, dass ich frei von lästiger Verwandtschaft und anderen anstrengenden Urlaubsbegleitungen weiterreisen durfte. Ich war also wieder Herr meiner Zeit, meiner Freiheit und meiner Pläne, was zu Beginn der Reise ja ganz gut gelaufen war. Das stimmte mich sehr optimistisch, vor allem da ich nach 5 Jahren endlich wieder in eine der aufregendsten Städte der Welt reisen durfte. So machte ich mich auf den Weg zu einer sehr luxuriösen Fährfahrt von Victoria nach Seattle, von wo aus ich nach New York fliegen sollte. In Seattle musste ich dann meinen inzwischen sehr viel schwerer gewordenen KOFFER einige Blocks steil bergauf ziehen und kurz vor dem Ziel war ich so erschöpft, dass ich sogar bereit gewesen wäre für den letzten Block ein Taxi zur Bushaltestelle zu nehmen. Doch entgegen dem Eindruck den viele von euch von meiner Kondition und meinem Biss haben (und auch entgegen meines eigenen Eindruckes) biss ich mich auch dieses Mal wieder durch, erreichte den Bus fuhr zum Flughafen und flog umgeben von einer amerikanischen supersize Mummy und ihrem supersize Kind nach New York, wo ich am nächsten morgen um 7 Uhr landete. Am Flughafen versuchte ich den passenden Bus zum Hostel zu finden, welches sich, wie der Flughafen im Stadtteil Queens befinden sollte. Nur wer hätte gedacht das Queens so unendlich groß ist.... Etwa eineinhalb Stunden und einige Umsteigaktionen später durfte ich endlich aussteigen um dann noch einen halbe Stunde nach der Straße dces Hostels zu suchen. Als ich Straße und Hostel dann endlich gefunden hatte, wurde ich von einer Putzfrau reingelassen und gebeten „wait...moment“. Ich fasste das als ein „Können sie einen Moment warten auf“ und setzte mich und wartete. Dabei lernte ich Jasmin kennen, die sich noch als großer Segen rausstellen sollte. Jasmin war aus Berlin und hatte gerade eine große halbjährige Nach-Studium-Tour begonnen. Sie klärte mich dann auch auf, dass es sich nicht um die Empfangsdame sondern um eine Putzfrau handelte. Nach einer halben Stunde war noch immer nichts passiert und die Frau saß inzwischen bequem und tatanlos am Schreibtisch. Also sprach ich sie an, was sie natürlich nicht verstand. Mit „room...now“ und einigen Verrenkungen konnte ich ihr dann schließlich klarmachen, dass ich müde bin und sofort auf ein Zimmer möchte. Diesem Wunsch kam sie dann komischerweise auch sofort nach. Nach der ganzen Stresszeit in Victoria und dem Nachtflug, auf dem ich nicht geschlafen hatte, brauchte ich dringend etwas Ruhe. Also betrat ich mein Zimmer um 11.30 und stellte fest, dass noch eine Person aus dem Zimmer schlief. Ich verstaute meine Sachen so leise wie möglich und wollte mich gerade ins Bad schleichen, als mich der Kerl ansprach...... Das kam mir nun völlig ungelegen, weil ich in diesem Moment einfach nur schlafen und allein sein wollte, aber wie das in Hostels so ist musste ich mich zusammenreißen und so verwickelte mich der Kerl, dessen Namen ich nach zwei Tagen bereits wieder vergessen hatte in ein HALBSTÜNDIGES Gespräch... Er fragte ständig, was ich denn für den Tag plane und wollte partout nicht verstehen, dass ich noch gar keine Pläne hatte und erstmal schlafen und mir dann alles weitere überlegen wollte. Im ganzen Stress der Vortage hatte ich keine Nerven gehabt den Stadtführer u durchstöbern und so sagte ich irgendwann um ihn ruhigzustellen, dass ich vielleicht ins „Village“ (Greenwich Village) wollte. Das fand unser französicher Freund ganz hervorragend und beschloss mich zu begleiten. Ich versuchte ihm noch einmal klarzumachen, dass noch nichts klarstehe, da ich erstmal schlafen müsse. Daraufhin begann die Fragerei nach der Dauer meines Nickerchens, welches ich nun wirklich nicht beantworten wollte. Ich ging also ins Bad und legte mich danach schlafen. Nach einer knappen Stunde kam der Franzose wieder rein und unterhielt sich mit einer weiteren Person lautstark über „unseren“ anstehenden Ausflug. Danach passierte etwas, dessen Dreistigkeit mich heute noch nach Luft ringen lässt. Er versuchte mich, indem er mich schüttelte und ansprach, zu WECKEN. Nun weiß jeder der mich kennt, wie allergisch ich auf das Wecken an sich reagiere, aber selbst wenn man mich nicht kennt, so gebietet es doch der Anstand Fremde in Ruhe schlafen zu lassen und nicht ungebeten zu wecken. Ich stellte mich tot und war Gott sei Dank zu müde um ihn umzubringen. Dann war er weg...dachte ich... Alks ich einige Minuten später schlaftrunken aus dem Bett stieg war er direkt zur Stelle und stellte mir Marie meine andere Zimmermitbewohnerin vor. Wie sich rausstellte, hatte er bereits sie und Jasmin eingeladen zu unserem Event!!!! Also zog ich mich widerwillig an uind wir machten uns auf zum Village. Erfreulicherweise verstand ich mich direkt super mit Marie und Jasmin und als wir nach langem Spaziergang auch Ground Zero noch gesehen hatten zeigte uns Marie einen Billigladen in dem wir einkaufen wollten. Der Franzose hatte Gott sei Dank kein Bock auf Shopping (allerdings auch auf sonst nichts, denn er fand New York langweilig und wusste nicht wohin mit sich...) und so ließ er uns alleine.





Wir beschlossen im Anschluss noch was trinken zu gehen und begaben uns erst gegen elf Uhr nachts wieder nach Queens ins Hostel. Dort fanden wir dann Folgendes:





Das Hostel war evakuiert worden und wir durften nicht mehr dort bleiben. Mein erster Gedanke: Welcome to New York City! Also beschlossen wir rein zu gehen um weitere Infos über den weiteren Verlauf der Nacht zu bekommen. Drinnen, wo wir eigentlich gar nicht sein durften, fanden wir einen völlig entspannten Hostelbesitzer wieder, der uns erst einmal nicht antworten wollte. Warum? Völlig verständlicher Grund. Er hat gerade auf MSN gechattet......Selbsts, wenn man sonst ein ausgeglichenenr Mensch gewesen wäre, vergeht einem spätestens in so einer Situation das Verständnis, denn auch auf mehrfache Ansprache reagierte er nur mit einem „Hold on, I’m in the middle of something“. Danach erklärte er uns nur kurz und runtergeleiert, was er wohl schon 50 anderen erzählt hatte, dass das New York Red Cross das Hostel evakuiert hätte und sich um uns kümmern werde und dass es morgen um 11 bestimmt wieder bezugsfertig sei. Daran wollte natürlich keiner so recht glauben, denn man munkelte, dass es um die Feuerschutzbestimmungen ging und wie man das über Nacht wieder ändern soll, war uns allen schleierhaft. Dann schickte uns der Mann ohne Entschuldigung oder Geld zurück wieder raus auf die Strasse, wo es inzwischen schon empfindlich kalt war und wir warteten eine knappe Stunde bis das Red Cross kam. Die erklärten uns dann, dass wir schnell das Nötigste zusammen packen sollten und dann würde s für uns eine Nacht in ein anderes Motel gehen. Was allerdings danach mit uns geschehen sollte, sollten wir bitte am nächsten Tag im Büro des Roten Kreuzes erfragen. Man muss dazu erwähnen, dass ich nur 2 Nächte bleiben wollte und es mir gar nicht gefiel am nächsten Tag auf ein amt gehen zu müssen, statt mir die Stadt anzuschauen.... Die Odyssee ging weiter, als ich fragte ob ich damit rechnen kann morgen wieder ins Hostel zu können, da ich ansonsten mein ganzes Gepäck mitnehmen würde. Daraufhin lachte der junge Mann und sagte, dass in den nächsten Wochen hier keiner mehr wohnen werde..... Ich holte mein Zeug und während dessen sollten sich alle einen Zimmerpartner suchen, da es Doppelzimmer geben würde. Da ich natürlich zu spät kam, war nur noch ein fremder Junge übrig und alle anderen waren mit Freunden oder dem Partner in ein Zimmer gegangen. Super! Im Hotel stellte sich dann noch raus, dass alle – auch die Pärchen – Zimmer mit zwei Kingsize Betten bekommen hatten und wir beide uns ein Zimmer mit nur einem Kingsize Bett teilen sollten.... Inzwischen war es drei, ich war völlig übermüdet und für mich war klar, dass ich mir kein 1,40 Bett mit einem Fremden teile, wenn es noch etliche Doppelzimmer gibt. Der Hotelbesitzer wollte sich das aber nicht anhören und so rannte ich schnell noch einmal zu den beiden Rotes Kreuz Leuten und nach einer weiteren Stunde Hin und Her bekam ich ein Einzelzimmer. Ich kürze die Geschichte mal ab, da ich sonst vor Wut drei Seiten schreibe. Wir verbrachten 5 Stunden beim Roten Kreuz, obwohl draußen 27 Grad waren und wir perfektes New York Wetter gehabt hätten, dann fuhren wir abends mit tausend Komplikationen (da das neue Hotel nicht an der U-Bahn lag...) zum Hostel um den Typen nach unserem Geld zu fragen. Er weigerte sich uns irgendwas zurückzugeben, obwohl das Rote Kreuz unsere Hotelosten übernahm und nicht er. Damit verdiente er an zwei Nächten, in denen keiner im Hostel schlief. Seine Begründung: Er würde schon genug Einnahmen verlieren, da er jetzt für zwei Wochen schließen müsse. Das hatte allerdings mit uns nichts zu tun. Im Gegenteil! Wir mussten für seine Schlampereien bezahlen und hatten eineinhalb Tage unseres Urlaubes verloren... Das Rote Kreuz hatte uns allen Gott sei Dank noch eine zweite Nacht bezahlt, doch in New York waren zu der Zeit alle Hostels und Motels ausgebucht und die verfügbaren Zimmer fingen bei 60 Dollar an....Die anderen hatten es nicht ganz so leicht wie ich, denn ich fuhr nacvh zwei Nächten mit dem Nachtbus nach Toronto zurück. Marie, Jasmin und ich beschlossen auf Sightseeing zu verzichten, da unsere Nerven blank lagen und spazierten stattdessen im Central Park, aßen viel, tranken viel Starbuck’s Coffee und waren Shoppen (und sogar mir hat das Shoppen in dem Fall viel Spaß gemacht, obwohl ich sonst kein Fan von Endloseinkaufen bin).





In Toronto kamen dann auch bald meine Eltern zu Besuch und wir machten Extreme-Sightseeing, fuhren noch mal zu meiner Familie nach Quebec und besuchten Ottawa. Dann brachen, als meine Eltern schließlich mit der Hälfte meines Gepäcks abreisten, meine letzten vier Tage in Toronto an....

























Ich packte, ging noch mal ausgiebig in meine Lieblingsrestaurants essen , hatte einen ewigen goodbye Marathon und wurde am letzten abend von meiner Familie in ein Steakhouse ausgeführt und ging ein letztes Mal zu unserer Lieblingskaraokebar. Mein Abschiedslied sang ich mit meinem meiner sehr guten Freunde Richard (Australien): My Way. Dann fuhr ich heim, am nächsten morgen zum Flughafen und dann ging alles ganz schnell.










Ich hatte mich sehr auf zu Haus und alle Lieben gefreut und doch habe ich festgestellt, dass es sehr viel auf einmal war direkt wieder in den Arbeitsalltag rein zu springen, Monate keinen echten Wohn sitz gehabt zu haben und erst jetzt langsam zur Ruhe kommen zu können. Im Nachhinein war es ein wundervolles Jahr voller Erfahrungen, die einen oft bis ans Limit geführt haben, voller interessanter Menschen und toller Reisen. Außerdem habe ich einen Teil meiner Familie unglaublich gut kennen gelernt und dadurch auch ein Stück mehr über mich und meine Wurzeln (nichtkulturell, sondern genetisch) gelernt. Das war vielleicht sogar das größte Geschenk... Jetzt bleibt nur allen zu danken, die für mich da waren in diesem Jahr: Meine Familie in beiden Ländern, meine Freunde zu Hause und in Toronto, Daniel in Amherst. Danke für die Unterstützung und die Liebe. I know I’m blessed....
